Biografie

Wann ich auf die Idee kam, Journalist zu werden, weiß ich nicht mehr. Ich war in der Schule kein großer Aufsatzschreiber und rechnete wohl nicht damit, einmal mit Texten Geld zu verdienen. Aber ich hatte schon immer großes Interesse an Politik. Ich las gerne Zeitungen und Magazine, schaute Polit-Talkshows und liebte es zu diskutieren.

 

Wahrscheinlich wurde ich Journalist, um den Drang zu befriedigen, anderen etwas zu erzählen, zu erklären oder sie von einer (meiner) Sache zu überzeugen. Über diverse Praktika angefangen bei der Lokalzeitung bis hin zur ZEIT und nach einer Saison als VfB-Reporter für die FAZ landete ich schließlich an der Axel Springer Akademie und absolvierte dort mein Volontariat in der Redaktion der "Welt" und "Welt am Sonntag".

 

Paul Nehf als  Chefredakteur von "Generation Separation"
Chefredakteur des Springer-Akademie-Projekts "Generation Separation" (2014)

Paul Nehf im Interview mit Willy Sagnol in Bordeaux
Interview mit Willy Sagnol in Bordeaux (2015)

 

Vor allem zwei Themen begleiten mich: Fußball und internationale Politik. Seit mir ein früherer Chef einmal Naivität vorgeworfen hatte und meinte, dass sich beides nicht verbinden ließe, versuche ich das Gegenteil zu beweisen. Auch deshalb arbeite ich am liebsten im Ausland. Während Redakteure meist streng einem Ressort zugeteilt sind, arbeiten Korrespondenten viel zwangloser.

 

So habe ich in Ägypten den größten Fußballklub Afrikas porträtiert und ein anderes Mal über  das Land unter der Herrschaft al-Sisis geschrieben, habe in Istanbul Muslimbrüder getroffen, in Jordanien einen Hawala-Bänker, reiste während der Flüchtlingskrise durch Griechenland, erzählte in Ghana von den Träumen junger Fußballspieler und in Kamerun die tragische Geschichte des Nachwuchsstürmers Samuel Nlend. Mit anderen Worten: Es funktioniert!


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